Feiert die SPD den 1. April im Juni? Negativrekord-Oberbürgermeister für SPD-Vorsitz im Gespräch

Für gutes Kabarett muß man in der Regel Geld hinlegen. Was einem aber derzeit bei der SPD – immerhin kostenlos – geboten wird, könnte ein Kabarettist nicht besser beschreiben. Genossen in Gelsenkirchen könnten sich den hiesigen Oberbürgermeister als SPD-Vorsitzenden vorstellen, wie die WAZ in einem Artikel am vergangenen Montag kundtat, der seltsamerweise nicht als Satire gekennzeichnet war und offenbar wirklich ernst gemeint ist.

Ausschlaggebend war wohl der Vorschlag des SPD-Ostbeauftragten Martin Dullig, der in verschiedenen Medien mit der Aussage zitiert wurde: „Ich würde mich freuen, wenn einer unserer erfolgreichen Oberbürgermeister die Herausforderung annimmt“, wobei er die Bewerbung um den SPD-Vorsitz meinte. Offenbar sind etliche Genossen in Gelsenkirchen nicht in der Lage richtig lesen zu können, immerhin hatte Dullig das Antreten mit dem Adjektiv „erfolgreich“ verknüpft. Aber auch bei der wohlwollendsten Interpretation der Tätigkeit Baranowskis kommt man nicht ansatzweise auf ein „erfolgreich“.

„Immerhin ist OB Baranowski der Negativrekordler schlechthin. Überall führt die Stadt Gelsenkirchen die Negativ-Hitlisten, ob es die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund, die schlechteste Stadt Deutschlands und viele weitere Rankings sind, eins ist immer gewiß: unsere Ruhrmetropole steht ganz am Ende. Wenn der Obergenosse dann noch in einem Anfall von Endsieg-Rhetorik die Lebensverhältnisse in Gelsenkirchen sinngemäß als schön bezeichnet, weiß man, warum die SPD auf dem Weg zur Splitterpartei ist“, unkt Kevin Hauer amüsiert.

Der Vorsitzende der Fraktion Allianz für Gelsenkirchen (FAG) mutmaßt daher schenkelklopfend: „Wenn man die hiesigen Genossen so liest, könnten das auch vergiftete Komplimente sein. Wenn OB Baranowski nach Berlin gehen würde, könnte hier vielleicht ein Neuanfang für die SPD in Angriff genommen werden. Gerade in der Politik muß man bekannterweise deutlich zu große Lobhudeleien immer kritisch sehen. Wollen die eigenen Genossen ihn hier endlich weghaben?“

Dummerweise hat OB Baranowski sofort reagiert – roch er den Braten? – und erklärte in der WAZ: „Nein! Parteivorsitzender der SPD ist nichts für freie Wochenenden.“ Er erklärte ferner, er stehe für dieses Amt nicht zur Verfügung und widme sich weiterhin in vollem Umfang seinen Aufgaben in Gelsenkirchen.

„Mist, das ist für die deutsche SPD sicherlich gut, für Gelsenkirchen weniger. Bei der SPD hätte man in Berlin nicht mehr kaputtmachen können, so viel ist für die SPD in Berlin schon verloren, aber das heißt für unsere Stadt, daß der nächste Negativrekord wieder unter Baranowskis Regie erfolgt“, reüssiert der Kommunalpolitiker Hauer augenzwinkernd und befürchtet, daß auch künftig der SPD-Filz in der Ruhrmetropole ungeniert weiterregieren wird.

An die „Erfolge“ von Herrn OB Baranowski sei nochmals erinnert (Auswahl):

FAG_ADMIN am 27. Juni 2019

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