Die Sache mit der Hundesch… – oder vom zunehmenden Ökototalitarismus

Tja, es sind Schlagzeilen wie „Drei Milliarden Plastiktüten für Obst und Gemüse“ oder „Plastikmüll: Hoher Verbrauch von dünnen Tüten“, die offenbar ins Konzept der Greta-Jünger des politisch-medialen Komplexes passen, um bei jeder noch so kleinen Angelegenheit einen Untergang der Zivilisation, zumindest aus ökologischer Sicht, heraufzubeschwören. Keine Frage, die Abschaffung der Plastiktüte ist ein wichtiger Schritt. Sogar ein Quantenschritt! Quantenschritte sind nämlich, physisch gesehen, denkbar kleinste Schritte. Und so ist das auch mit den Plastiktüten! Denn wenn es in der BRD keine Plastiktüten mehr gibt, ist der weltweite Effekt minimal. Rund 90 Prozent des Plastikmülls produzieren Länder in Afrika und vor allem Asien. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Wal eine Plastiktüte aus Deutschland verschluckt, ist verschwindend gering. Dennoch macht man uns andauernd ein schlechtes Gewissen! Es müßte ein weltweites Abkommen zur Reduzierung von Plastik geben – das würden wir – die Fraktion Allianz für Gelsenkirchen (FAG) – ohne Einschränkungen sofort begrüßen.

„In der Regel kommt von der EU nichts Gutes, aber hier könnte sie mal etwas Sinnvolles in die Wege leiten. Da ja so ziemlich alles durch Verordnungen vereinheitlicht wird, wäre es mehr als sinnvoll, wenn die EU es durchsetzen könnte, wenn in der gesamten EU die Problematik Müll, Stichwort Mülltrennung, einheitlich geregelt wäre“, fordert Kevin Hauer. Der Vorsitzende der FAG-Fraktion ist sich nämlich sicher, daß mit der plötzlichen Ökopolitik eine bestimmte Partei gepusht werden soll: „Urplötzlich kommt eine beeinträchtigte junge Schwedin in die Schlagzeilen, verbunden mit der Drohung, die Welt würde untergehen. Das kennen wir noch von der Anti-AKW-Politik und vom angeblichen Waldsterben. Und die Medien nehmen jedes noch so dämliche Thema auf, um zu belegen, daß der Weltuntergang droht, selbst schlechtes Wetter. Und dann sind die Grünen in Umfragen plötzlich stärkste Partei, was für ein Zufall“.

Die Kritik ist mehr als berechtigt. Selbst die Kanzlerin mußte auf medialen Druck hin Schülern zustimmen, die freitags gegen den Weltuntergang protestieren und schulschwänzen. „Dieses Schulschwänzen ist eine Schweinerei, aber noch viel schlimmer ist das Beklatschen durch die Medien und die Politik. Egal worum es geht, Schulschwänzen darf kein Kavaliersdelikt sein. Man stelle sich mal vor, die jungen Schüler würden gegen die Überfremdung demonstrieren. Da wäre plötzlich zivilgesellschaftliches Engagement nicht mehr unterstützenswert, wetten“, meint Hauer und ergänzt: „Zutreffend fragte sich süffisant der Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt (CDU) neulich, ob sein GEZ-Beitrag als Parteispende für die Grünen absetzbar wäre. Und genau so ist es, die plötzlich aufkommende Ökopanik ist von den Medien gepusht, nutzt nur der grünen Verbotspartei!“

Aber die FAG möchte natürlich nicht Abseits stehen, so ist Umweltschutz auch praktizierter Heimatschutz. Deshalb hat die FAG ein kaum beachtetes Thema aufgenommen und einen entsprechenden Antrag in der Bezirksverwaltung West gestellt. Es geht um das „heiße Eisen“ Hundekottüten aus Plastik. Unter anderem wurde gefragt, wie lange im Durchschnitt Hundekot für die natürliche Verwesung / Auflösung benötigt. Die FAG ist der Auffassung, daß, wenn die Obsttüten und Obst- sowie Fleischverpackungen schädlich für die Umwelt sind, dies auch die Tüten für Hundekot sind. Auch möchte die FAG wissen, welche umweltfreundlichen Alternativen es für Plastiktüten für Hundekot gibt. Denn die FAG ist ferner der Auffassung, daß es einfacher ist, an bestimmten Stellen Hundekot dem „natürlichen Verfall“ freien Lauf zu lassen, anstatt den Kot mit Tüten aufzusammeln.

„Denn es dürfte nicht lange dauern, bis die grünen Verbotsparteiaktivisten auch dieses „heiße Eisen“ aufgreifen werden und Hundehalter vor ungeahnte Probleme stellen werden“, schließt Hauer augenzwinkernd seine Kritik.

 

FAG_ADMIN am 5. Juni 2019

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